Der
folgende Text, sowie die Fotos stammen aus dem Buch "Das Geheimnis des
Seven-Star Mantis Kung Fu" von Meister Jörg Quade. Beide sind - auch in
Auszügen - urheberrechtlich geschützt!
Dem Kung Fu-Anfänger wird sich schnell die Frage stellen, was Formen überhaupt sind, bzw.welchen Zweck sie erfüllen.
Vergleichen wir doch einmal die Kung Fu-Ausbildung mit der normalen Schulausbildung bei uns im Westen. Lernt der Grundschüler in der ersten Klasse zuerst das Alphabeth, so sind es beim Kung Fu zunächst Handhaltungen und Grundstellungen. Folgt in der Schule das Schreiben einzelner Wörter, so folgen nun beim Kung Fu die Grundtechniken. Der nächste Schritt in der Schule könnte beispielsweise das Schreiben von Sätzen oder gar ganzen Texten sein, sei es durch Abschreiben, oder das Schreiben von Diktaten. Diese Lernstufe ist vergleichbar mit dem Lernen und Üben der Formen im Kung Fu. Bei beiden kommt es ganz deutlich darauf an, den Vorgaben des Lehrers exakt zu folgen.
Endet in der Schule, bzw. im späteren Leben die Ausbildung beispielsweise mit dem Verfassen eigener Texte bis hin zur Poesie, so besteht beim Kung Fu die Kunst darin, die erlernten und durch langes Training verinnerlichten Inhalte der Formen im Kampf umzusetzen, und dies so souverän, wie möglich.
Ergänzend muss erwähnt werden, dass es außer den sogenannten "Handformen" natürlich auch eine Vielzahl an "Waffenformen" gibt, sowie "Partnerformen" mit und ohne Waffen.
Folgen Sie den unten stehenden Links, um jeweils ein Beispiel einer Handform von Großmeister ZHONG LIAN BAO, bzw. von Großmeister LEE KAM WING zu sehen.
Es versteht sich von selbst, daß solche Bilderfolgen nicht die Absicht haben, Techniken zu vermitteln, sondern bestenfalls einen oberflächlichen Eindruck vermitteln sollen.
"Cha Chui" aus dem System von Zhong Lian Bao
"Dore Kwong" aus dem System von Lee Kam Wing