Iron Palm Training

 

Der folgende Text, sowie die Fotos stammen aus dem Buch "Das Geheimnis des Seven-Star Mantis Kung Fu" von Meister Jörg Quade. Beide sind - auch in Auszügen - urheberrechtlich geschützt!

Artikel zum Iron Palm von Sifu Quade findet man hier

 

Um sich in einem Kampf durchsetzen zu können, bedarf es neben Attributen wie Technik, Schnelligkeit und Reaktion noch einer weiteren wesentlichen Eigenschaft: Gemeint ist das Trainieren des "Kung". Während das Technik-Training darauf abzielt, Mobilität, Flexibilität und Schnelligkeit im Kampf zu trainieren, dient das "Kung" - quasi als Gewürz in der Suppe - dem Training des Chi innerlich und der Abhärtung von Haut, Sehnen und Knochen äußerlich. Hieraus lässt sich ableiten, dass die Techniken der Mantel des Kung sind und das Kung die Basis einer jeden Technik. Ein chinesisches Sprichwort sagt:

"Die Übungen des Kampfes zu trainieren, aber nicht die Übungen des Kung, wird dich nirgendwo hingeführt haben, wenn du ein hohes Alter erreicht hast."

 

In manchen Kreisen wird von "Zierfäusten" oder "Schmuckbeinen" gesprochen, um diejenigen zu verspotten, die das Training des Kung vernachlässigt haben. Wie bereits an anderer Stelle erwähnt, wird das Training des "Chi" größtenteils durch die "18 Luohan"-Übungen erledigt. Den äußeren Part übernimmt gemäß der Unterrichtsweise von Großmeister Lee Kam Wing das "Iron Palm" (=eiserne Hand) - Training.

Drei wesentliche Prinzipien sind hier Voraussetzung für den Erfolg:

1) schrittweiser Fortschritt

2) Ausdauer und Kontinuität

3) Anwendung geeigneter Medizin

 

Nachfolgend wird in Form von Bildern die Methode des "indirekten" Iron-Palm-Trainings gezeigt. Indirekt deshalb, weil die Haut nicht unmittelbar mit dem Trainingsmaterial, nämlich dem Sand, in Berührung kommt.