Wer heute noch der Ansicht ist, Selbstverteidigung und Kampf (z.B. Turnierkampf) könnte man über einen Kamm scheren, sollte ernsthaft einmal darüber nachdenken, ob es im "Verteidigungsfall" etwa ebensolche fairen Regeln gibt, wie während eines Turnierkampfes. Schnell kommt man hier zu dem Schluss, dass es für die Verteidigung und für den sportlichen Kampf völlig unterschiedlicher Vorbereitungen bedarf.
Aus diesem Grunde werden in den Gruppen von Sifu Jörg Quade unterschiedliche Kampfesweisen trainiert. Da hier natürlich nicht alle Einzelheiten dargestellt werden können und sollen, hier nur ein bebildeter Überblick.
Man beachte die Unterschiede der drei Kategorien. Die eigentliche Selbstverteidigung kann hier auch vom Laien gegenüber dem Turnierkampf abgegrenzt werden.
Hier werden bereits für Anfänger erste
Kampfprinzipien, wie Distanzgefühl, Reflex und das "gute Auge"
geschult. Die Verletzungsgefahr ist recht gering, da mit
Schutzausrüstung bis hin zur Schutzweste trainiert wird. Für diese Art zu
kämpfen werden auch hohe Tritte und Sprünge, sowie tiefe Fegetechniken
geübt. In dieser Kategorie werden, und zwar nur von
fortgeschritteneren Schülern, die typischen Mantis-Techniken "am Mann"
trainiert. Es werden keine Handschützer mehr benutzt, da diese die
Greiftechniken vereiteln würden. In dieser Kategorie werden am besten die
Technischen Inhalte der Formen
umgesetzt. Hier werden von den am weitesten Fortgeschrittenen
neben den in Kategorie 2 geübten Greiftechniken nun auch verstärkt
Hebel-Techniken, Würfe, aber auch Halte-Techniken am Boden, sowie der
eigentliche Bodenkampf geübt. Es ist klar, dass hier nur Schüler gefragt
sind, die die Situation des Gegners exakt beurteilen können, da die
Verletzungsgefahr nicht zu unterschätzen ist.





